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Manuel & Paula

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“Slow Sex” – Der Ausstieg aus dem JoJo-Spiel (= Teil 2)

Grafik Slow Sex

Eine neue Art des Liebens:

Im ersten Teil des Artikels ging es um das emotionale “JoJo-Spiel“ in Beziehungen und dessen Zusammenhang mit den männlichen und weiblichen sexuellen Rhythmen.

Paula und ich fanden den wichtigsten Schlüssel um aus diesem Spiel auszusteigen in der Arbeit von Diana Richardson und ihrem Mann Michael. Die beiden nennen diesen Zugang „Slow Sex“.

Wir erachten ihre Bücher „Zeit für Männlichkeit“ & „Zeit für Weiblichkeit“ sowie den Film „Slow Sex“ als die wichtigsten Werke zu einer entspannten Sexualität und zur Heilung zwischen Männern & Frauen. Folgend möchte ich die Eckpfeiler dieser Arbeit kurz skizzieren und von unseren Erfahrungen damit berichten:

Die Zutaten des “Slow Sex” sind:

  • Zeit & Langsamkeit
  • Entspannung
  • Atem & Rhythmus
  • Empfindsamkeit & Berührbarkeit
  • Bewusstheit & Präsenz
  • Freude & Humor
  • Kommunikation & Verbundenheit

“Slow Sex” ist eine andere Art des Liebe-Machens bei dem es darum geht, nicht-wertende Erfahrungen zu machen statt Leistung zu bringen und eine gute „Performance“ hinzulegen. Wir alle sind zu einer Sexualität konditioniert worden, bei der an erster Stelle die Gipfelerfahrung des Orgasmus zählt.

Vor allem für Männer ist Sexualität nur befriedigend, wenn „Mann“ kommt. Denkt man darüberhinaus an seine Partnerin, dann fühlt man sich in seiner Männlichkeit oft nur wirklich tief bestätigt, wenn auch die Frau einen Orgasmus hat – am besten gemeinsam mit dem Mann.

Die Frau wiederum spielt dieses Spiel oft mit, weil sie denkt, dass sie den Partner langfristig dadurch „hält“, wenn man eine gute Liebhaberin ist. Leider entsprechen die – überwiegend männlich geprägten – Klischeevorstellungen einer guten Liebhaberin oftmals nicht dem, wie sich eine Frau im Herzen eine erfüllende Sexualität und Berührung mit ihrem Partner wünscht.

Diese Diskrepanzen über die zwar gewitzelt, aber selten wirklich aufrichtig gesprochen wird, treibt eine tiefe Kluft zwischen Männer und Frauen, an der letztendlich ganz viele Beziehungen scheitern.

“Slow Sex” ist eine Praxis der Liebe und ein Lebensstil der eine Brücke schlägt und ein erprobter Weg, diese Kluft zu überwinden.

Das Ziel des „Orgasmus-Gipfels“ fällt im Slow Sex komplett weg. Wenn es überhaupt ein Ziel im herkömmlichen Sinne gibt, dann ist es das Miteinander-Sein. Es geht darum als Mann und Frau zusammen zu kommen – nicht um zwingend den Gipfel miteinander zu besteigen, sondern um die Wanderung an sich zu genießen und die erlebten Erfahrungen miteinander zu teilen. Statt auf den Gipfel zu hetzen, hält man immer wieder inne um sich des Ausblicks zu erfreuen und vielleicht zu merken, dass man gar nicht ganz nach oben muss, weil es in manchen Tälern so schön ist.

Welche Erfahrungen liegen jenseits von Orgasmen?

  • Wir kommen viel mehr mit uns selbst in Verbindung.
  • Wir üben dabei einfach zu SEIN statt etwas zu TUN.
  • Es öffnet und vertieft sich eine zarte Empfindsamkeit, die wichtiger wird als starke Reize.
  • Wir spüren uns wirklich zu 100% in unserem Körper und sind nicht ständig mit dem Gedanken beim anderen oder unserer „Performance“.
  • Wir kommen uns selbst dabei ganz nahe.
  • Manchmal kommt man in einen Zustand, wo man den Körpern einfach beim Liebe-Machen zusieht und dem Fluss der Energien folgt.
  • Die absichtslose Bewusstheit beim Berühren ändert radikal die Qualität der Berührung – das kann tief heilende Auswirkungen auf den Körper und die Psyche haben.
  • Durch diese Bewusstheit entsteht automatisch Liebe.
  • Im Feld dieser Liebe wird bei der Vereinigung eine tiefe Nähe spürbar, die beim konventionellen Sex sonst kaum möglich ist. Beim Slow Sex kann es sein, dass man mitunter 2-3 Stunden lang miteinander im wahrsten Sinne des Wortes „Liebe macht“ oder miteinander in einem Feld der Liebe verweilt.
  • Dadurch dass man beim „Slow Sex“ keinen Orgasmus anstrebt, wird es möglich seine Energie zu halten und zu mehren. Dabei ist es wichtig zu verstehen, dass nicht generell immer auf den Orgasmus verzichtet wird. Ein Orgasmus kann weiterhin „sein“ oder man kann sich bewusst dafür entscheiden. Er wird aber nicht mehr automatisch angesteuert. Er verliert seine Wichtigkeit. Und wenn er erlebt wird, dann viel bewusster.
  • Während normal durch Reibung, Bewegung und Spannung Energien aufgeladen und dann entladen werden, haben diese beim Slow Sex durch Bewusstheit, Langsamkeit und Entspannung Zeit, wellenförmig herumzuspielen um dann im Körper hochgelenkt und verteilt zu werden. Daraus entsteht Energie, Lebendigkeit und Vitalität.

Durch “Slow Sex” zu mehr Nähe, Tiefe und Harmonie in der Liebe:

Wie viele andere Paare, die mit dieser Art des Liebemachens länger experimentiert haben, haben wir die Erfahrung gemacht, dass sich diese Praxis tiefgehend auf die Beziehung, ihre Qualität, Atmosphäre und ihre Tiefe und Nähe auswirkt:

Paula:

“Da Manuel nicht mehr oder nicht mehr so oft ejakuliert (und wenn dann nach einer viel längeren Zeitspanne und viel bewusster als sonst) kann sich mein Körper beginnen, viel tiefer zu entspannen und sich der Liebe hingeben. Wenn ich weiss, dass Manuel zu 100% präsent mit mir ist, sich nicht von seinen Trieben beherrschen lässt und mir nicht nach 15 Minuten den Rücken zukehrt, dann wächst in mir ein starkes Vertrauen und eine Hingabe zum ihm. So kann ich viele Ängste und Verletzungen loslassen, mein Herz weiter öffnen und wahrhaftig lieben.”

Manuel:

“Ich kann durch “Slow Sex” immer wieder lernen meinen Leistungsdruck und Schöpfungsdrang ganz loszulassen und mich der Stille und dem Raum in mir öffnen. Wenn ich merke wie Paula sich entspannt und fallen lässt, spüre ich die Liebe die von ihr zu mir strömt und kann mich regelrecht darin baden. Dann beginne ich wie ganz von selbst, ihr meine Kraft und Präsenz zu schenken. Ich fühle mich dann nicht in den Rollen als „Macher“ oder „Versager“ gefangen, weil ich weiß, dass sich einem das Geschenk des “Slow Sex” erst dann wirklich erschließt, wenn ich aufhöre etwas zu TUN, und zum stillen Beobachter werde. Diese Präsenz kann ich dann auch immer wieder mal in meinen Alltag mitnehmen. Außerdem fühle ich dann eine tiefe Verbundenheit zu Paula und eine große Wertschätzung des Weiblichen an sich.”

Das Gefühl danach ist entscheidend:

Nach „konventionellen Sex“ – selbst wenn er gut war – erlebt das Paar oft eine gewisse Müdigkeit, Trennung und das subtile Gefühl des sich Zurückziehens.

Ganz anders beim Slow Sex. Dadurch dass der Mann nicht ejakuliert und das Liebes-Spiel irgendwann ein entspanntes-natürliches Ende findet, hat man das Gefühl, dass die Liebe fließt und dass der Wunsch nach Nähe ständig präsent ist. Man spürt die Anziehung die voneinander ausgeht, hat mehr Lust auf Berührung und Interaktion, wird friedvoller und liebevoller. Man ist ausgeglichener. Das überträgt sich auch auf die Kinder und die Umgebung. Man fängt an als Paar zu strahlen und andere Paare zu inspirieren. Man hat viel öfter Lust miteinander zu Sein. Und selbst wenn man keine richtige „sexuelle“ Lust verspürt ist es total schön einfach vor dem Schlafen gehen oder nach dem Aufwachen „ineinander“ zu gehen und für einige Minuten miteinander verbunden zu sein.

Manuel & Paula:

“Wir sind überzeugt davon, dass diese Art der Sexualität und Liebe eine grosse Auswirkung hat – nicht nur darauf wie wir Beziehungen führen, sondern auch darauf wie wir unsere Kinder erziehen und wie wir auf globaler Ebene als Menschen miteinander umgehen.”

Empfehlungen die eure Art zu Lieben stark verändern können:

  • Diana Richardson – “Zeit für Weiblichkeit” (Buch)
  • Diana & Michael Richardson – “Zeit für Männlichkeit” (Buch)
  • Diana & Richardson – “Slow Sex” (Buch und DVD)

Auch die anderen Bücher von den beiden sind sehr zu empfehlen!

Wir hoffen ihr habt den Mut, Euch auf diese neue Art des Liebens vorzuwagen! Es wird Euer Leben bereichern und Eure Beziehung zum Erblühen bringen!

Gerne vertiefen wir unter anderem das Thema “Slow Sex” auch bei einem unserer Wochenend-Workshops zum “Feurigen, Herzlichen & Inspirierten Lieben”
(Seminarinhalte siehe HIER)

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